Christoph Schubert im Podcast Pflegepapst
Wave A decorative wave graphic representing branding.
München, 13. Juli 2026

Christoph Schubert über zeitgemäße Versorgung und moderne Führung

Pflege verändert sich. Gleichzeitig orientieren sich viele Versorgungsstrukturen noch an Konzepten, die vor Jahrzehnten entstanden sind. Für Christoph Schubert, Gründer und Geschäftsführer von aiutanda, liegt genau darin eine der größten Herausforderungen des Pflegemarktes. 

Im Podcast Pflegepapst spricht er darüber, warum moderne Pflege individueller gedacht werden muss, welche Rolle Führung dabei spielt und weshalb gute Versorgung vor allem eines leisten sollte: Probleme lösen. 

Versorgung muss sich am Menschen orientieren 

Für Christoph Schubert beginnt Pflege nicht mit dem Erbringen einer bestimmten Leistung, sondern mit einer vorgelagerten Fragestellung: Welche Unterstützung benötigt ein Mensch, um seinen Alltag weiterhin möglichst selbstbestimmt gestalten zu können? 

Die Antwort darauf kann sehr unterschiedlich ausfallen. Während eine Person lediglich Hilfe bei alltäglichen Dingen wie dem Einkaufen benötigt, braucht eine Andere unterstützende Hilfsmittel mit therapeutischer Begleitung. Erst wenn einzelne Hilfsangebote sinnvoll miteinander kombiniert werden, entsteht eine Versorgung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. 

Dieses Verständnis prägt auch den Ansatz von aiutanda: Statt einzelne Leistungen isoliert zu betrachten, stehen individuelle Hilfelösungen im Mittelpunkt. 

Zeitgemäße Pflege statt veralteter Strukturen 

Im Gespräch zieht Schubert einen Vergleich zwischen der Entwicklung anderer Lebensbereiche und der Pflege. Während sich Wohnen, Reisen oder Arbeiten in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert haben, seien viele Versorgungsstrukturen nahezu unverändert geblieben. 

Deshalb bedeutet für Schubert moderne Pflege, Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause zu ermöglichen. Erst wenn sich der Unterstützungsbedarf verändert, kommen alternative Wohn- und Versorgungskonzepte infrage. 

Dabei geht es nicht darum, bestehende Angebote grundsätzlich zu ersetzen und das Rad dadurch neu zu erfinden, sondern sie zeitgemäß weiterzuentwickeln und stärker an den individuellen Lebensrealitäten auszurichten. 

Führung schafft die Grundlage für gute Pflege 

Neben der Versorgung steht auch die Frage im Mittelpunkt, wie die Führung von Pflegeunternehmen heute aussehen sollte. 

Schubert ist überzeugt, dass gute Entscheidungen auf Transparenz, Vertrauen und einer gemeinsamen Informationsbasis beruhen, statt auf starren Hierarchien. Digitalisierung versteht er dabei als Werkzeug, das Zusammenarbeit erleichtert und Freiräume schafft. Wenn administrative Aufgaben reduziert und Informationen zentral verfügbar sind, bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: die Betreuung der Menschen. 

Mut zur Veränderung 

Für Schubert beginnt Veränderung zuerst mit der Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Entscheidungen sollten nicht ausschließlich auf Routinen und dem Status Quo beruhen, sondern auch Raum für Intuition, Erfahrung und persönliche Überzeugung lassen. Daher  seien Offenheit, Neugier und der Wille, Bestehendes weiterzuentwickeln, wichtige Voraussetzungen für die Zukunft der Pflege. 

Pflege wieder positiv erzählen 

Neben den strukturellen Veränderungen spricht Christoph Schubert auch über das Bild der Pflege. In der öffentlichen Wahrnehmung dominieren häufig Themen wie Personalmangel oder Arbeitsbelastung. Für Schubert greift dieses Bild jedoch zu kurz. Pflegekräfte unterstützen Menschen jeden Tag, bauen persönliche Beziehungen auf und helfen dabei, Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. Genau dieser Teil des Berufs ist seiner Meinung nach zu selten Teil des Diskurses. 

Pflege gemeinsam weiterentwickeln 

Im Gespräch wird deutlich, dass gute Pflege weit über die einzelnen Leistungen hinausgeht. Sie lebt von gut abgestimmten Abläufen, Zusammenarbeit und einer Führung, die Orientierung gibt. Im Podcast gibt Schubert tiefere Einblicke in seine Sicht auf zeitgemäße Versorgung. Er spricht darüber, warum Veränderungen nicht allein durch neue Strukturen oder Prozesse gelingen, sondern vor allem durch die Menschen, die sie mittragen. 

Hören Sie hier die komplette Folge mit weiteren Einblicken in moderne Versorgung, Führung und die Zukunft der Pflege: https://pflegepapst.letscast.fm/episode/61-zukunft-der-ambulanten-gesundheitsversorgung-mit-christoph-schubert 

 

« Zurück zur Übersicht