"Gemeinsam wachsen - Buy-&-Build-Strategie" - Patrick Blechinger
Wave A decorative wave graphic representing branding.
"Gemeinsam wachsen - Buy-&-Build-Strategie" - Patrick Blechinger

Blog

Gemeinsam wachsen

Angesichts des tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels wird Gesundheit zu einem zentralen Zukunftsthema. Der Megatrend Gesundheit prägt nicht nur das Leben jedes Einzelnen, sondern fordert innovative Lösungen für die wachsenden Bedürfnisse einer alternden Bevölkerung. aiutanda begegnet diesen Herausforderungen durch strategische Partnerschaften und Kooperationen. Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln wir moderne Pflegekonzepte, die auf Nachhaltigkeit, Innovation und umfassender Betreuung basieren, um den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Welche Wachstumsstrategie steckt dahinter? Wer kommt als Partnerunternehmen infrage? Und was sind die Vorteile einer Partnerschaft? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Patrick Blechinger, der bei aiutanda seit 2018 für den Bereich Kooperation & Partnerschaft zuständig ist.

WELCHE WACHSTUMSSTRATEGIE VERFOLGT AIUTANDA?

Erst einmal vorab: Unser Ziel bei aiutanda ist es, unsere 360°-HilfeLösungen bestehend aus Gesundheits- & LebensHilfe, TherapieManage­ment und HilfsMittel-Versorgung bundesweit anzubieten. Denn wir möchten, dass so viele Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf wie möglich von der individuellen und menschlichen Versorgung, die wir bieten, profitieren können. Um dieses Ziel Wirklichkeit werden zu lassen, ist es nötig, dass wir weiter wachsen und auch dorthin gehen, wo wir bisher noch nicht vertreten sind. Neben einem organischen Wachstum, das sich vor allem aus unserem bestehenden Netzwerk, dem allgemeinen Marktwachstum sowie auch dem Ausbau von Leistungsbereichen heraus ergibt, setzen wir auf eine konsequente Buy-&-Build-Strategie. Das heißt, wir suchen spannende inhabergeführte Unternehmen im Gesundheitsbereich, die erfolgreich am Markt etabliert sind, und gehen mit diesen eine verbindliche Partnerschaft ein.

WAS GENAU BEDEUTET DER BEGRIFF „PARTNERSCHAFT“ BEI AIUTANDA?

Im Rahmen einer Partnerschaft übernimmt aiutanda in der Regel 100 % der Geschäftsanteile des entsprechenden Gesundheitsunterneh­mens. Dabei geht es uns darum, mit dem bestehenden Team vor Ort partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, voneinander zu lernen und mit vereinten Kräften die aiutanda-Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Unsere Partnerschaften sind immer langfristig ausgerichtet und werden nachhaltig weiterentwickelt.

WELCHE VISION VERFOLGT AIUTANDA?

aiutanda ist aus der Vision heraus entstanden, die deutsche Gesundheitsversorgung wieder attraktiv, modern und zukunftsfähig zu machen. Dazu stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt und setzen auf eine individuelle, generationengerechte und auch digitale Versorgung. Auf diese Weise sind wir DER Problemlöser für Hilfsbedürftigkeit. Egal was, egal wann, egal wo.

WIE SIEHT EIN POTENZIELLER PARTNER FÜR AIUTANDA AUS?

Wir suchen spannende Unternehmen mit spannenden Menschen – das heißt: Menschen, die das Unternehmen in der Regel selbst aufgebaut haben und mit Spaß und Leidenschaft bei der Sache sind. Grundvoraussetzung für uns ist, dass diese Menschen die aiutanda-Vision teilen und sich gemeinsam mit uns dafür einsetzen. Außerdem ist es natürlich von Vorteil, wenn das Unternehmen bereits erfolgreich diverse Leistungsbereiche anbietet, die wir bei aiutanda abdecken. Dazu gehören vor allem ambulante Pflegeleistungen, HilfsMittel-Versorgung und Therapiemanagement, bei dem beides kombiniert wird. Auch stationäre Versorgungsformen können im individuellen Fall sehr interessant für uns sein. Davon abgesehen blicken wir natürlich auch auf viele weitere Kennzahlen u.a. aus dem Personal- oder auch Finanzbereich.

UND WELCHE VORTEILE BIETET DIE PARTNERSCHAFT MIT AIUTANDA?

Zum einen wird das Partnerunternehmen Teil eines schon jetzt sehr großen Netzwerks, in dem jeder von jedem lernen kann. Gemeinsam ist man eben einfach stärker. Zum anderen bieten wir den Partnern an, sie aus den verschiedenen Ebenen heraus in Bereichen wie Finanzen, Recruiting, Marketing und Digitalisierung tatkräftig zu unterstützen. Das soll sie einerseits entlasten und ihnen wieder mehr Zeit für das Wesentliche – nämlich die Versorgung von Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf – geben, andererseits kann die Effizienz gesteigert werden. Hier kommen vor allem Synergieeffekte ins Spiel, ebenso wie die digitalen Lösungen, die wir bei aiutanda mit Hochdruck vorantreiben.

UND WELCHE HERAUSFORDERUNGEN ERGEBEN SICH AUS DER ZUSAMMENARBEIT MIT EXTERNEN PARTNERN, UND WIE GEHEN SIE DAMIT UM?

Eine der größten Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit externen Partnern liegt in der Abstimmung der unterschiedlichen Arbeits­weisen und Erwartungen. Jeder Partner bringt seine eigenen Prozesse, Strukturen und Prioritäten mit, und es erfordert viel Kommunikation und Kompromissbereitschaft, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Wir legen großen Wert darauf, von Anfang an klare Ziele und Verantwortlich­keiten zu definieren. Bei aiutanda erfolgt die Integration eines neuen Partners immer schrittweise und nachhaltig. Wir legen großen Wert darauf, die Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu gestalten, indem wir sicherstellen, dass die Prozesse harmonisch ineinandergreifen und langfristige Synergien geschaffen werden. So können wir gemeinsam wachsen und von den jeweiligen Stärken profitieren. Regelmäßige Abstimmungen helfen uns dabei, mögliche Hürden frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden, um die Zusammenarbeit so effizient wie möglich zu gestalten.

Sie möchten mehr zum Thema Kooperation & Partnerschaft bei aiutanda erfahren? Im Podcast „Close the deal“ mit Kai Hesselmann gibt Patrick Blechinger weitere Einblicke. Hören Sie doch mal rein.

Zum Podcast „#29 Buy & Build im Gesundheitswesen… mit aiutanda“

mehr lesen
Christoph Schubert - Erfolgskurs 7 Jahre Aiutanda

Blog

Auf Erfolgskurs

Vor 7 Jahren begann die Geschichte von aiutanda mit einer klaren Vision: Menschen in allen Lebenslagen die bestmögliche Pflege und Unterstützung zu bieten – und das so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden. Frei nach dem Motto „Wir bringen Problemlösungen zu Ihnen nach Hause“. Heute können wir auf eine spannende Reise zurückblicken. Gemeinsam mit unseren Partnern und engagierten Teams haben wir maßgeblich zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Deutschland beigetragen – und stehen erst am Anfang.

Unsere Reise begann mit einem kleinen Team von fünf Personen in München, doch heute zählen wir über 3.000 Mitarbeitende, die in ganz Deutschland tätig sind. Während uns anfangs nur eine Handvoll Partner bei unserer Vision unterstützte, sind es mittlerweile über 30, die gemeinsam mit uns an einem Strang ziehen. Auch die Zahl der Menschen, die wir mit Pflege- und Unterstützungsleistungen versorgen, ist kontinuierlich gewachsen und liegt inzwischen bei über 6.000. Von unserem Gründungsort aus haben wir uns fast über ganz Deutschland ausgebreitet und sind inzwischen in 13 Bundesländern vertreten. Gleichzeitig hat sich unser Leistungsspektrum erheblich erweitert, sodass wir heute eine umfassende 360°-Rundumversorgung anbieten können, die den individuellen Bedürfnissen unserer Klienten gerecht wird.

In den vergangenen Jahren hat sich aiutanda intensiv auf zentrale Zukunftsthemen konzentriert, um die Qualität und Reichweite unserer Dienstleistungen weiter zu verbessern. Die Digitalisierung stand dabei besonders im Fokus: Durch die Einführung moderner Technologien und digitaler Prozesse konnten wir unsere Abläufe effizienter gestalten und die Betreuung unserer Klienten noch individueller und bedarfsgerechter ausrichten. Auch im Bereich der Nachhaltigkeit haben wir wichtige Schritte unternommen. Unsere Bemühungen reichen von ökologischen Initiativen wie Baumpflanzaktionen bis hin zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks in unseren Einrichtungen.

Um langfristig wirtschaftlich stark zu bleiben, haben wir zudem auf eine Optimierung unserer internen Strukturen gesetzt und Ressourcen effizienter genutzt. Dies hilft uns nicht nur, wirtschaftlich tragfähig zu agieren, sondern auch, unsere Pflegeleistungen kontinuierlich auszubauen und zu verbessern. Besonderen Wert legen wir auch auf die Förderung neuer Talente in der Pflege. Mit gezielten Ausbildungsprogrammen, attraktiven Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten haben wir in den letzten zwei Jahren viele engagierte Fachkräfte gewinnen können, die mit Leidenschaft und Kompetenz unsere Teams verstärken.

Zunehmend setzt aiutanda außerdem auf die Integration von stationären und ambulanten Versorgungskonzepten, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf gerecht zu werden. Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist die Investition in moderne Service-Wohnen-Einrichtungen, die eine selbstbestimmte Lebensweise mit professioneller Pflege kombinieren. Mit mehreren neueröffneten Standorten schafft aiutanda so innovative Wohnformen, die Flexibilität und Sicherheit für Pflegebedürftige bieten.

Mitte 2024 ernennt die aiutanda einen neuen Leiter des Bereichs Hilfsmittel- und Therapiemanagement. Der Ausbau und die Optimierung dieses Segments stärkt die Position von aiutanda als umfassender Gesundheitsversorger, der nicht nur ambulante Pflegeleistungen, sondern auch die Bereitstellung von Pflegehilfsmitteln optimal abdeckt. Das Leistungsangebot wird erweitert und die nahtlose Versorgung der Kunden weiter verbessert, um den wachsenden Anforderungen im Gesundheitsmarkt gerecht zu werden.

Mit neuen strategischen Initiativen, Investitionen in innovative Versorgungsmodelle und einer kontinuierlichen Erweiterung des Leistungsangebots setzen wir entscheidende Schritte in Richtung Zukunft. Dieser Fortschritt spiegelt sich nicht nur in der Zahl der Standorte wider, sondern auch in der breiten Palette von Dienstleistungen, die aiutanda seinen Patienten und Klienten bietet. Der Fokus auf nachhaltiges Wachstum und die Integration moderner Technologien sichert aiutanda die Rolle eines wegweisenden Akteurs im deutschen Gesundheitsmarkt.

Wir freuen uns sehr auf die nächsten Jahre und darauf, die aiutanda-Vision immer mehr Wirklichkeit werden zu lassen!

 

mehr lesen
Partnerschaften Aiutanda Buy-&-Build-Strategie - Patrick Blechinger

Blog

Partnerschaft & Kooperation bei aiutanda

Angefangen hat bei aiutanda alles 2017 mit einem nur fünfköpfigen Team in München. Doch schon Ende des zweiten Bestehensjahres war aiutanda um drei Partnerunternehmen in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen größer. Heute, nur sechs Jahre nach der Gründung, ist aiutanda ein Verbund von mehr als 35 Partnerunternehmen in ganz Deutschland und bietet mit rund 3.000 Mitarbeitenden professionelle Gesundheits- und LebensHilfe, TherapieMananagement und HilfsMittel-Versorgung für mehr als 6.100 Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf an.

Wie ist ein solches Wachstum innerhalb so kurzer Zeit möglich? Wer kommt als Partnerunternehmen infrage? Und was sind die Vorteile einer Partnerschaft? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Patrick Blechinger, der bei aiutanda seit 2018 für den Bereich Kooperation & Partnerschaft zuständig ist.

 

Welche Wachstumsstrategie verfolgt aiutanda?

Erst einmal vorab: Unser Ziel bei aiutanda ist es, unsere 360°-HilfeLösungen bestehend aus Gesundheits- & LebensHilfe, TherapieManagement und HilfsMittel-Versorgung bundesweit anzubieten. Denn wir möchten, dass so viele Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf wie möglich von der individuellen und menschlichen Versorgung, die wir bieten, profitieren können.

Um dieses Ziel Wirklichkeit werden zu lassen, ist es nötig, dass wir weiter wachsen und auch dorthin gehen, wo wir bisher noch nicht vertreten sind. Neben einem organischen Wachstum, das sich vor allem aus unserem bestehenden Netzwerk heraus ergibt, setzen wir auf eine konsequente Buy-&-Build-Strategie. Das heißt, wir suchen spannende inhabergeführte Unternehmen im Gesundheitsbereich, die erfolgreich am Markt etabliert sind, und gehen mit diesen eine verbindliche Partnerschaft ein.

Was genau bedeutet der Begriff „Partnerschaft“ bei aiutanda?

Im Rahmen einer Partnerschaft übernimmt aiutanda in der Regel 100 % der Geschäftsanteile des entsprechenden Gesundheitsunternehmens. Dabei geht es uns darum, mit dem bestehenden Team vor Ort partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, voneinander zu lernen und mit vereinten Kräften die aiutanda-Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Unsere Partnerschaften sind immer langfristig ausgerichtet und werden nachhaltig weiterentwickelt.

Welche Vision verfolgt aiutanda?

aiutanda ist aus der Vision heraus entstanden, die deutsche Gesundheitsversorgung wieder attraktiv, modern und zukunftsfähig zu machen. Dazu stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt und setzen auf eine individuelle, generationengerechte und auch digitale Versorgung. Auf diese Weise sind wir DER Problemlöser für Hilfsbedürftigkeit. Egal was, egal wann, egal wo.

Wie sieht ein potenzieller Partner für aiutanda aus?

Wir suchen spannende Unternehmen mit spannenden Menschen – das heißt: Menschen, die das Unternehmen in der Regel selbst aufgebaut haben und mit Spaß und Leidenschaft bei der Sache sind. Grundvoraussetzung für uns ist, dass diese Menschen die aiutanda-Vision teilen und sich gemeinsam mit uns dafür einsetzen. Außerdem ist es natürlich von großem Vorteil, wenn das Unternehmen bereits erfolgreich diverse Leistungsbereiche anbietet, die wir bei aiutanda abdecken. Dazu gehören vor allem ambulante Pflegeleistungen, HilfsMittel-Versorgung und Therapiemanagement, bei dem beides kombiniert wird. Aber auch stationäre Versorgungsformen können im individuellen Fall sehr interessant für uns sein. Davon abgesehen blicken wir natürlich auch auf Kennzahlen wie Umsatz und EBITDA-Margen.

Und welche Vorteile bietet die Partnerschaft mit aiutanda?

Zum einen wird das Partnerunternehmen Teil eines schon jetzt sehr großen Netzwerks, in dem jeder von jedem lernen kann. Gemeinsam ist man eben einfach stärker. Zum anderen bieten wir den Partnern an, sie aus den verschiedenen Ebenen heraus in Bereichen wie Finanzen, Recruiting, Marketing und Digitalisierung tatkräftig zu unterstützen. Das soll sie einerseits entlasten und ihnen wieder mehr Zeit für das Wesentliche – nämlich die Versorgung von Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf – geben, andererseits kann die Effizienz gesteigert werden. Hier kommen vor allem Synergieeffekte ins Spiel, ebenso wie die digitalen Lösungen, die wir bei aiutanda mit Hochdruck vorantreiben.

Sie möchten mehr zum Thema Kooperation & Partnerschaft bei aiutanda erfahren? Im Podcast „Close the deal“ mit Kai Hesselmann gibt Patrick Blechinger weitere Einblicke. Hören Sie doch mal rein.

Zum Podcast „#29 Buy & Build im Gesundheitswesen… mit aiutanda“

mehr lesen
"Nachhaltigkeit ist nicht verhandelbar" - Dr. Gesa Flüchter

Blog

Nachhaltigkeit bei aiutanda

Ausgehend von der großen Vision eines kleinen Teams in München wurde 2017 das Startup aiutanda gegründet. Das Unternehmen ist angetreten, um das Gesundheitswesen neu zu gestalten und zu prägen. Heute bietet das Healthcare-Unternehmen mit rund 2.600 Mitarbeitenden professionelle Gesundheits- und LebensHilfe, TherapieMananagement und HilfsMittel-Versorgung für mehr als 6.100 Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf an über 75 Standorten in Deutschland an.

Dr. Gesa Flüchter ist seit der Gründung Teil des aiutanda-Teams. Sie betreut heute auf Basis ihrer umfangreichen operativen Erfahrung im Gesundheitswesen den Bereich Unternehmensverantwortung/CSR. Sie hat in Vorbereitung auf diese Funktion eine umfassende Weiterbildung zur CSR-Managerin abgeschlossen und erklärt im Interview, was Nachhaltigkeit bei und für aiutanda bedeutet. 

 

Inwiefern ist aiutanda verantwortlich für Nachhaltigkeit?

Jeder ist heute in der Verantwortung. Wir sind es sowohl als Unternehmen als auch als Dienstleister und Arbeitgeber im Gesundheitswesen. Und das nicht nur, weil CSR (Corporate Social Responsibility) in Form des sogenannten Nachhaltigkeitsberichts für Unternehmen ab einer bestimmten Größe auch eine gesetzliche Anforderung darstellt. Auf diese bereiten wir uns bereits jetzt vor.

Wir sehen grundsätzlich nicht nur die Notwendigkeit, sondern auch die Chancen, die sich aus der Aufgabe, nachhaltig zu handeln, ergeben. aiutanda hat für diesen wichtigen und zukunftsweisenden Prozess eine eigene übergreifende Stabstelle geschaffen. Damit ist unbestritten eine außerordentlich interessante und komplexe Herausforderung verbunden: Es gilt, diese wichtige und zentrale Thematik in einem Gesundheitsunternehmen strategisch weiterzuentwickeln und in der Umsetzung zu begleiten.

Als Erstes würde man bei dem breiten Feld Nachhaltigkeit wohl an die Umwelt denken.

Das stimmt. Wir alle sind angesprochen in Bezug auf die Umwelt und somit für das Lebensumfeld der uns nachfolgenden Generationen. Neben dem ökologischen Schwerpunkt zielen CSR und ESG (Environmental, Social, Governance, zu Deutsch Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung) allerdings auch ganzheitlich auf viele Aspekte des gesellschaftlichen Wohlergehens und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit ab.

Inwiefern übernimmt aiutanda in dieser Hinsicht Verantwortung?

Ich sehe die Herausforderung, mit vereinten Kräften z. B. für sichere und wertschätzende Arbeitsbedingungen zu sorgen. Zusätzlich sind wir täglich in der Verantwortung unseren Kunden und Klienten gegenüber. Wir wollen in allen Beziehungen ein verlässlicher und nachhaltig handelnder Partner sein: in der Pflege, in der Betreuung, als Lieferanten und Dienstleister sowie als Kooperationspartner und Arbeitgeber. In dem Zusammenhang muss es den klaren Schwerpunkt geben, messbare Kriterien und Zielgrößen zu definieren und uns dann an den eigenen Ansprüchen auch messen zu lassen. Dies folgt inhaltlich zusätzlich auch den gültigen Berichtsstandards CSRD / ESRS für den Nachhaltigkeitsbericht.

Wie sieht nachhaltiges Handeln bei aiutanda ganz konkret aus?

Ganz konkret haben wir – z. B. im Bereich Compliance – bereits im Jahr 2022 die Möglichkeit geschaffen, über unsere Website einen anonymen Hinweis über einen Meldebutton an uns abzugeben. Wir gehen jedem einzelnen Hinweis im Rahmen eines Standardprozesses unter Einbeziehung der Geschäftsführung nach. Das ermöglicht maximale Transparenz.

Außerdem pflanzt aiutanda lokal Bäume – bislang sind es in einem Projekt in Augsburg und in der Nähe von München über 650.

Einige Tochterunternehmen spenden für regionale kleine Vereine oder unterstützen Organisationen durch aufbereitete, voll funktionsfähige HilfsMittel. Wir fahren Bahn, wann immer möglich, und kompensieren bereits jetzt zum Teil längere Anreisen von Mitarbeitenden. In den Verwaltungen sind wir digital und papierlos und drucken bei Bedarf dann auf Recyclingpapier. Wir haben unter unseren Mitgliedsunternehmen Vorreiter für E-Mobilität mit eigener Infrastruktur zur Stromerzeugung.

Durch die innovative Quartiersentwicklung mit unterschiedlichen Versorgungsoptionen tragen wir außerdem dazu bei, die jeweilige Region zu stärken und für unterschiedliche Menschen förderliche Lebensräume mitzugestalten.

Dann gibt es noch Projekte, die wir ab 2024 starten. Diese haben verschiedene Schwerpunkte: Biodiversität, Regionalität der Bezugsquellen, optimierte Entsorgung und vermehrter Einsatz erneuerbarer Energien, um nur eine Auswahl zu nennen.

Das alles können nur erste Schritte sein. Unser gemeinsamer Anspruch muss sein, in Sachen ganzheitlich gedachter Nachhaltigkeit in unserem Sektor zum Vorbild zu werden.

 

mehr lesen
Brand Story Digitale Markenentwicklung Ina Rottmüller

Blog

Die aiutanda Brand Story

Vor sechs Jahren wurde, getragen von der großen Vision eines 5-köpfigen Teams in München, das Startup aiutanda gegründet. Das Ziel von aiutanda ist kein geringeres, als das Gesundheitswesen für unser aller Zukunft neu zu gestalten und zu prägen.

In den letzten drei Jahren konnte aiutanda ein enorm starkes Wachstum verzeichnen. Dadurch ist das Unternehmen heute in der Lage, mit rund 2.600 Mitarbeitenden für mehr als 6.100 Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf professionelle Gesundheits- und LebensHilfe, TherapieMananagement und HilfsMittel-Versorgung an über 75 Standorten in Deutschland anzubieten.

Dieser Erfolg ist nicht zuletzt auf die starke Marke aiutanda zurückzuführen. Ina Rottmüller, verantwortlich für Unternehmenskommunikation und Markenstrategie, konzipiert seit Stunde eins diese einzigartige Marke im Healthcare-Bereich und erzählt im Interview mehr über die Pionierarbeit bei der Entstehung der Brand Story.

 

Frau Rottmüller, was macht aiutanda als Marke besonders?

aiutanda ist insgesamt anders als andere Marken im Gesundheitsmarkt. Das Fundament von aiutanda ist, dass wir uns regelmäßig fragen, wie wir selbst einmal gepflegt werden wollen. Nämlich mit Respekt und Wertschätzung, aber vor allem auch individuell, flexibel und selbstbestimmt. Die Voraussetzung, um eine solche Versorgung zu verwirklichen, existiert bereits: Dank den über 30 Partnern in unserer Gruppe können wir vielfältige ambulante Leistungen aus den Bereichen Gesundheits- & LebensHilfe, TherapieManagement und HilfsMittel anbieten. Kurz gesagt also eine ambulante Rundum-Versorgung.

Wie Sie sehen, verfolgen wir ein sehr modernes, zeitgemäßes Geschäftsmodell. Dementsprechend haben wir eine Marke geschaffen, die ebenfalls modern und zeitgemäß ist. Und zwar auf verschiedenen Ebenen.

Erstens stellt die Marke aiutanda den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt. Das bringt maximale Individualität und Transparenz, aber auch Nähe zum Menschen. Zum Beispiel kommunizieren wir mit unseren verschiedenen Zielgruppen, bis hinein in den Bereich Recruiting, auf verschiedenen digitalen Kanälen und bauen hier eine Beziehung auf, indem wir über hochwertigen Blog-Content relevantes Wissen über aiutanda und den Gesundheitsmarkt im Allgemeinen vermitteln.

Zweitens sind wir die erste Marke im deutschen Gesundheitsmarkt, die ihre Geschichte und ihr Modell mit ausgeklügelten visuellen Konzepten erzählt. Hauptmotiv sind dabei die ursprünglichen Elemente der Natur, allen voran Wasser und Luft.

Drittens sind wir als Marke rein digital und stark datengetrieben.

Inwiefern ist aiutanda als Marke rein digital?

In der Markenkommunikation setzen wir konsequent auf einen Digital-only-Ansatz. Damit besteht unsere moderne Kommunikationsinfrastruktur aus lediglich drei zentralen Strängen: Erstens, die Webseite aiutanda.de als unser globales Unternehmensprofil mit vielen Blogartikeln und wertvollem Content-Transfer. Zweitens, Social Media als Kanal, über den wir mit unserer Community in Kontakt stehen und regelmäßig neue kreative Kampagnen in Text und Bild launchen. Drittens, Public Relations in Form von diversen Formaten, in der Regel offline, wie Radiobeiträge, Messen oder Vorträge.

Über alle drei Stränge hinweg führen wir eine konsistente Redaktionsplanung durch, auch diese rein digital und basierend auf Performance-Daten. Grundsätzlich ist alles, was wir machen, maximal Performance-getrackt. Nicht unser persönlicher Geschmack oder Bauchgefühl ist richtungsgebend, sondern die KPIs. Dabei sind wir sehr stolz darauf, dass die Daten uns täglich darin bestätigen, das Richtige zu tun.

Können Sie uns einige Erfolgszahlen als Beispiele nennen?

Unser Digital-only-Ansatz macht es uns leicht, den Erfolg der Marke daten- und KPI-getrieben zu monitoren. So behalten wir den Überblick, welche Kanäle, Maßnahmen und Inhalte wie gut funktionieren. Ein Beispiel dafür ist unsere Community auf Facebook. Inzwischen verfolgen über 16.000 treue Follower die Entwicklung von aiutanda in diesem Netzwerk mit. Dabei handelt es sich um eine hochrelevante Community, die wir ausschließlich über für die Zielgruppe nützliches Wissen und wertvolle Inhalte aufgebaut haben. Die Zahl an Ent-Follower ist konstant auf einem sehr niedrigen Level. Einher geht die Follower-Zahl mit über 444.000 Klicks und rund 30 Millionen Impressions, seit wir 2019 mit unserer Markenkommunikation auf Facebook gestartet haben.

Eine weitere wichtige Kennzahl ist das Branded Search Volume, also die Anzahl der Suchanfragen in Kombination mit „aiutanda“. Wir sind sehr stolz, hier eine Steigerung von 116 Prozent in den letzten fünf Jahren erreicht zu haben.

Außerdem wird die Marke aiutanda mittlerweile mit knapp 11 Millionen Euro bewertet. Dabei verdanken wir diese Erfolgszahlen der großartigen Leistung eines 10-köpfigen digitalen Performance-Teams aus internen und externen Expertinnen und Experten. Zu sehen, wie sich fünf Jahre leidenschaftliche Arbeit – etwa mit Blick auf unsere modernen und kreativen digitalen Kampagnen – bezahlt machen, freut uns alle sehr.

In der Tat, die Erfolgsgeschichte der aiutanda Kampagnen ist lang. Erzählen Sie doch mal.

Bereits 2018, in unserem zweiten Bestehensjahr, gingen wir völlig neue Wege, indem wir eine Social-Media-Kampagne gestartet haben, die eine männliche Elfe im rosa Tütü und eine tätowierte Skaterin als Protagonisten zeigte. Auch haben wir zu dieser Zeit die pinke Bubble als visuelles Branding-Element definiert und nutzen sie seitdem konsequent in der Markenkommunikation.

Weiter ging es mit unserer bis dato erfolgreichsten Kampagne, nämlich der Edgy-Kampagne, bei der wir nicht nur visuell mit Tierköpfen auf einem menschlich anmutenden Rumpf hervorgestochen sind, sondern auch mit den textlichen Claims, die genau darauf abgestimmt und witzig bis provokant waren.

Weitere Kampagnen waren etwa „Pflegekräfte mit Köpfchen“, die zur Fachkräftegewinnung eingesetzt wurde, und die „We are tanda. Wir lieben Hilfe“-Kampagne mit vielen Luftballons und Prinzessinnen. Generell haben unsere Kampagnen alle denselben Grundtenor: Sie sind fröhlich, positiv, bunt und machen Lust auf mehr.

Nach einer neuen Fachkräfte- und Follower-Kampagne, die diesmal unter dem Titel „It’s a match!“ an Tinder angelehnt war, haben wir 2022 eine weitere Meilenstein-Kampagne gelauncht: die „L“-Kampagne. Mit Wörtern wie „Lachen“, „Leben“, „Liebenswert“ oder „Lebensfreude“ zeigten wir, dass Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf wieder Lebensfreude verspüren können, dank der generationengerechten Versorgung von aiutanda.

Aber damit nicht genug, die Kampagne hat gleichzeitig auch unsere unternehmerische Positionierung geschärft und unseren neuen Marken-Claim beeinflusst. Dieser lautet seitdem „Wir helfen Leben leben“. Daraus wiederum sind unsere beiden Marken-Heroes Tanda und Leon, das CAREmeleon entstanden.

Nicht nur die digitalen Kampagnen stechen hervor, auch sonst ist die Bildwelt eher ungewöhnlich für die Gesundheitsbranche…

Absolut. Für uns war von Anfang an klar, dass wir anders sind als andere Unternehmen im Gesundheitsbereich. Diese Andersartigkeit zeigt sich also auch in der Markenkommunikation. Wir verzichten auf die Darstellung von Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf und setzen stattdessen auf ein bis ins kleinste durchdachte Bildkonzept mit verschiedenen Ausprägungen für verschiedene Bereiche.

Angefangen haben wir etwa mit einem branchenneuen Bildkonzept, das auf Blumen- und Wassermotive aus der Makrofotografie setzt. Beides sind Naturelemente und das Wasser dient zugleich als Referenz für den Hauptbestandteil des Menschen. Ergänzt wird beides durch die schon erwähnte pinke Bubble und kurze, prägnante Claims in der Bubble. Diese Natur-Bildsprache findet hauptsächlich auf unserer Webseite statt, und zwar immer dann, wenn es um Kommunikationsmaßnahmen geht, welche das aiutanda Geschäftsmodell, Werte, ESG sowie Public Relations und Blog-Themen beschreiben.

Unser umfassendes Lösungsspektrum mit konkreten Hilfeangeboten für die Menschen dagegen wird bildlich von unseren zwei Markenbotschaftern Tanda und Leon, dem CAREmeleon über alle Kommunikationskanäle hinweg auf einfache und verständliche Weise vermittelt. Die Idee hierzu reifte über vier Jahre, wovon ein Jahr die kreative Konzeption und Illustrationen in Anspruch genommen hat.

Hauptsächlich auf Social Media findet die dritte Ausprägung unseres Bildkonzeptes statt. Sie ist bunt, laut, poppig und bleibt gut im Gedächtnis. Unsere Community liebt fröhliche Menschen, die mit Mimik und Gestik Geschichten erzählen. Man merkt immer wieder: Wir alle sehnen uns nach ein bisschen Glow im Leben. (lacht) Und ich bin sehr stolz, an der ein oder anderen Stelle für diesen Glow zu sorgen und die besondere Reise der Marke aiutanda begleiten zu dürfen.

Zu guter Letzt: Wie wird eine einheitliche Markenkommunikation in einer so großen Gruppe wie aiutanda sichergestellt?

Wir verfolgen bei aiutanda den Ansatz, dass wir vom Team Unternehmenskommunikation im Stammhaus in München die Marke inklusive ihrer Basiselement wie Bildsprache, Wording, Typografie, Farben & Co. definieren und sie mit viel Mühe und Herzblut kontinuierlich weiterentwickeln.

Alle markenbezogenen Charakteristika sind zum Beispiel in einem CI-Guide und in weiteren Richtlinien festgehalten. Diese Unterlagen werden den einzelnen aiutanda-Tochtergesellschaften zur Verfügung gestellt. Die Tochtergesellschaften sind dann gefragt, die grundlegenden Markenelemente eigenständig zu erfüllen und umzusetzen. In allem, was darüber hinaus geht, ist weiterhin Platz für ihre individuelle Akzente.

Mit diesem Ansatz fahren wir sehr gut und haben es geschafft, eine klare Dachmarke mit hohem Wiedererkennungswert bei gleichzeitig weiterbestehenden Submarken zu schaffen.

 

mehr lesen
Christoph Schubert Erfolgsgeschichte 6 Jahre Aiutanda

Blog

6 Jahre aiutanda

2017 wurde aiutanda gegründet – das heißt, es gibt uns dieses Jahr bereits seit sechs Jahren! Höchste Zeit also, um einmal zurückzublicken auf die Entwicklungen, die die aiutanda-Gruppe seit ihrer Gründung durchlaufen hat:

  • Angefangen haben wir mit einem 5-köpfigen Team in München, heute sind wir rund 3.000 Mitarbeitende in ganz Deutschland.
  • Gab es zu Beginn nur eine Handvoll Partner, die unsere Vision unterstützten, sind es heute über 30.
  • Die Zahl der von uns versorgten Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf ist auf über 6.000 angestiegen.
  • Von unserem Gründungsort in München aus haben wir (fast) ganz Deutschland erobert und sind heute in 13 Bundesländern vertreten.
  • Auch unser Leistungsspektrum ist deutlich größer geworden, sodass wir eine 360°-Rundumversorgung anbieten können.

Die aiutanda-Vision Wirklichkeit werden lassen

In den letzten sechs Jahren hat sich also wahnsinnig viel getan und aiutanda ist in allen Bereichen stark gewachsen. Das macht uns aus zwei Gründen besonders stolz:

Zum einen zeigt dieses Wachstum, dass die aiutanda-Vision einer modernen, generationengerechten und zukunftsfähigen Versorgung auch bei anderen Teilnehmenden im deutschen Gesundheitsmarkt Anklang gefunden hat – und zwar so sehr, dass sich viele davon entschieden haben, Teil von aiutanda zu werden, um mit uns an einem Strang zu ziehen.

Zum anderen hat das Wachstum zur Folge, dass wir unsere hochwertigen 360°-Lösungen noch mehr Menschen anbieten und diese somit von einer individuellen Versorgung profitieren können.

Genau das ist übrigens auch unser Ziel für die nächsten sechs Jahre und darüber hinaus: So vielen Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf wie möglich den Zugang zu einer qualitätsverbundenen Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, die den Fokus auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen legt – egal WAS, egal WANN, egal WO! Um dieses Ziel umzusetzen, haben wir die nächste Finanzierungsrunde gestartet und suchen im Rahmen eines professionellen Prozesses nach Partnern, die unsere Vision teilen und uns bei unserem weiteren Wachstum unterstützen.

Wir freuen uns sehr auf die nächsten Jahre und darauf, die aiutanda-Vision immer mehr Wirklichkeit werden zu lassen!

 

mehr lesen
alt=Schmetterling berührt Wassertropfen vor blauem Hintergrund

Blog

„Die gesellschaftlichen Anforderungen Realität werden lassen“

blankChristoph Schubert, Geschäftsführer und Gründer von aiutanda, spricht im Interview über die Herausforderungen der Pflegebranche, die Entwicklungen im Markt und die Vision für sein eigenes Unternehmen.

 

Wie hat sich Pflege in den letzten Jahren gewandelt? Sind gesellschaftliche Trends absehbar?

Es gibt einige gesellschaftliche Trends, die sich in den letzten Jahren herauskristallisiert haben, und auf welche der Pflegemarkt erst langsam beginnt zu reagieren. Ich sehe fünf dieser Trends: Erstens die Individualisierung. Die Menschen fordern mehr und mehr persönliche, individuelle Leistungen anstelle von Pauschalangeboten. Das gilt für das Reisen ebenso wie für die Pflege. Zweitens die „Verambulantisierung“. Wenn man vor zehn, zwanzig Jahren eine Knie-OP hatte, war es normal, dass auf einen stationären Krankenhausaufenthalt eine mehrwöchige stationäre Reha folgte. Inzwischen sehen wir eine Verschiebung hin zu ambulanten Lösungen, was politisch so gewollt und in sehr vielen Fällen auch möglich und sinnvoll ist. Sogar künstliche Beatmung oder parenterale Ernährung können heutzutage in den eigenen vier Wänden erfolgen. Der dritte Trend: Multimorbidität. Das heißt, Menschen sehen sich im Alter oft mehreren Leiden gleichzeitig ausgesetzt, was Hilfsbedürftigkeit immer komplexer werden lässt und eine entsprechend komplexe Pflege erfordert. Als vierten Trend sehe ich, dass Hilfsbedürftigkeit gesellschaftsfähig wird. Glücklicherweise schämen sich Menschen nicht mehr dafür und werden zunehmend in der Mitte der Gesellschaft aufgenommen. Fünftens schließlich beobachte ich, dass das Gesundheitsdelta in Partnerschaften zunimmt: Während ein Partner noch sehr gesund und mobil ist, ist der andere stark pflegebedürftig. Es ist die große Aufgabe der Gesundheitsbranche, diese Realitäten durch entsprechende Leistungen abzubilden.

Was macht aiutanda in dieser Hinsicht richtig?

Wir können sämtliche Anforderungen erfüllen, die mit Hilfsbedürftigkeit zusammenhängen. Das umfasst nicht nur Pflegeleistungen, sondern auch Hilfsmittel, Wohnformen, Beratung und Organisation. Das alles können wir höchst individuell und flexibel auf die jeweiligen Menschen zuschneiden – gemäß unserem Credo: egal wann, wo, wie, womit und durch wen.

Gibt es außer den gesellschaftlichen Trends weitere Herausforderungen, denen sich Unternehmen im Pflegemarkt stellen müssen?

Ja, zuallererst die Digitalisierung: Über das Smartphone benachrichtigt werden, dass sich meine Pflegekraft zehn Minuten verspätet, weil sie gerade im Stau steckt? Eine digitale Abrechnung erhalten? Hilfsmittel mit einem e-Rezept bekommen? Das sind in der Pflegebranche leider noch absolute Ausnahmen. Eine zweite Herausforderung betrifft die Kostenträger. Seit 1. September hat der Gesetzgeber vorgegeben, dass die Löhne und Gehälter für alle Pflegekräfte deutlich zu erhöhen sind. Das ist richtig und eine Wertschätzung des Berufs, bedeutet aber entsprechende Mehrkosten für die Kostenträger. Es bleibt abzuwarten, ob und wie diese am Ende auf die Versicherten umgelegt werden.

aiutanda hat soeben die Kunze-Gruppe erworben. Erfolgt zurzeit eine Konsolidierung des Pflegemarktes?

Das kann man tatsächlich so beobachten. Aktuell sehen wir noch einen sehr fragmentierten Pflegemarkt – es gibt sehr viele kleine Unternehmen, die oft mit Leidenschaft und aus Überzeugung Menschen helfen. Gleichzeitig kommt die Babyboomer-Generation in ein Alter, in dem sie daran denkt, ihr Lebenswerk in andere Hände zu geben. Das führt dazu, dass sich kleine Unternehmen nach Konsolidierungsmöglichkeiten umsehen, und zwar nicht nur wirtschaftlich, sondern auch inhaltlich. Sie suchen also Gleichgesinnte, um zusammen ihr Angebotsspektrum erweitern zu können.

aiutanda in zehn Jahren – was ist die Vision?

Obwohl wir ein wichtiger Akteur im Pflegemarkt sind, haben wir aktuell nur einen Anteil von ca. 0,2 Prozent im für uns relevanten Markt. Wenn unser Ziel innerhalb der nächsten zehn Jahre ist, fünf Prozent des Marktes zu bedienen und somit ca. fünf Prozent der hilfsbedürftigen Menschen zu unterstützen, würde dies einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro bedeuten. Für uns steht allerdings im Vordergrund, möglichst vielen Hilfsbedürftigen mit unserem Angebot zu helfen. Wir wollen den Markt in qualitativer Hinsicht gestalten und prägen, indem wir die gesellschaftlichen Anforderungen an die Pflege Realität werden lassen. Anders formuliert: Wir wollen nicht nur Markt-, sondern auch Qualitätsführer für Klienten, Angehörige und Mitarbeitende sein.

Mehr erfahren über Vision und Werte von aiutanda

mehr lesen